Barthold Kuijken

Historische Aufführungspraxis mit modernen Instrumenten und Traverso

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Der aus dem flämischen Belgien stammende Barthold Kuijken (*1949) ist eine prominente Persönlichkeit der Alten Musik. Noch während des Studiums der modernen Flöte entdeckte er eine originale einklappige Traversflöte aus dem 18. Jahrhundert, die sein bester Lehrer wurde. Fortan bildete er sich autodidaktisch anhand von Instrumenten des 17. und 18. Jahrhunderts sowie von theoretischen Quellen aus. Als herausragender Solist auf Travers- und Blockflöte, Lehrer, Wissenschaftler und Dirigent hat er die Beschäftigung mit historischen Flöten sowie die historische Aufführungspraxis in den letzten 40 Jahren maßgeblich beeinflusst. Sein Werk The Notation Is Not the Music ist die Zusammenfassung seiner Forschung, Ideen und Überlegungen zur Musik.

Neben legendären Auftritten und Aufnahmen mit seinen Brüdern Sigiswald (Violine) und Wieland (Cello und Gambe) Kuijken arbeitete er mit vielen anderen Spezialisten der Alten Musik wie z.B. Gustav Leonhardt, Robert Kohnen, Bob van Asperen und Ewald Demeyere, Paul Dombrecht, Luc Devos und Piet Kuijken zusammen. Barthold Kuijken war im Konzert und auf Aufnahmen mit den Barockorchestern Collegium Aureum und La petite Bande zu hören und ist derzeit Intendant und Dirigent des Indianapolis Baroque Orchestra (USA). 2014 beendete er die Professuren für Barockflöte an den Königlichen Konservatorien von Brüssel und Den Haag, tritt aber weiter in Europa, den USA und Japan auf. Außerdem wird er oft gebeten, als Juror bei Wettbewerben mitzuwirken sowie Meisterkurse und Vorlesungen zu halten.

Des Weiteren veröffentlicht Kuijken wissenschaftliche Editionen von Werken des 18. Jahrhunderts wie z.B. Telemanns Fantasien für Traversflöte, eine kommentierte Urtext-Ausgabe von J. S. Bachs Sonaten für Traversflöte (Breitkopf & Härtel) oder sechs Konzerte für Traversflöte in The Complete Works of Carl Philipp Emanuel Bach für das Packard Humanities Institute. 2007 war er der erste Musiker in Belgien, der einen Doktortitel der Kunst erhielt.